Worauf sollte beim Versicherungsabschluss geachtet werden?

Beantragen Sie nur Versicherungen, bei denen Sie sich vorher die Details des Versicherungsumfangs und die Original-Versicherungsbedingungen anzeigen lassen konnten. Rechtsverbindlich sind allerdings nur die Unterlagen des Versicherers selbst. Kontrollieren Sie also direkt nach Zusendung des Versicherungsscheins und der Bedingungen in Papierform nochmals den Versicherungsumfang. So vermeiden Sie Lücken in Ihrem Versicherungsschutz oder versehentliche Abweichungen zwischen Antrag und Versicherungsschein. Auch ohne Abweichung haben Sie ein Widerrufsrecht nach Erhalt der Police von zwei oder vier Wochen.

Es sollten Verträge mit 1-jähriger Laufzeit bevorzugt werden, damit Sie flexibel bleiben. Es gibt laufend Änderungen und neue Tarife am Markt, vor allem der Deckungsumfang verbessert sich stetig. Wenn Sie einen 1-Jahresvertrag haben, können Sie einfach (wenn Sie mögen) jedes Jahr neu prüfen, ob es einen lohnenswerteren Tarif gibt. 5 Jahresverträge werden vor allem von Ausschließlichkeitsvertretern und Mehrfachagenten angeboten, damit die Kunden nicht so einfach die meist teuren Verträgen kündigen können.


Für Personenversicherungen (Renten-, Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen) und Krankenversicherungen muss man noch etwas genauer hinschauen. Hier sollten Sie bei Versicherungsabschluss darauf achten, sich bei einer seriösen und großen Gesellschaft zu versichern, die schon lange am Markt ist.

Warum der Ratschlag eine große, alteingesessene Versicherung zu wählen? Durch eine Rentenversicherung oder auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist man fast sein ganzes Leben mit einer Gesellschaft 'verheiratet'. Ist man bei Versicherungsabschluss einer Rentenversicherung zum Beispiel 30 Jahre alt und lässt sich ab dem 60. Lebensjahr die Rente bis zum Tod 20 Jahre später auszahlen, war man 50 Jahre lang an das Versicherungsunternehmen gebunden. Gerade in der heutigen Zeit stark schwankender Aktienmärkte ist das eine sehr langer Zeitraum. Man ist darauf angewiesen, dass die Versicherung auch so lange bestehen bleibt. Zwar gibt es einen freiwilligen Sicherungsfonds der deutschen Lebensversicherer, doch was ist, wenn es zum Beispiel durch einen Börsencrash oder ein Großschadenereignis, wie einen Krieg, der gesamten Versicherungsbranche auf einmal schlecht geht? Etablierte und große Gesellschaften überdauern solche finanziell schwierigen Zeiten besser als Versicherer mit einem geringen Beitragsvolumen.

Der finanzielle Status Ihres Versicherungsvermittlers ist für Sie nicht weiter relevant, da Ihr Vertragspartner immer die Versicherungsgesellschaft direkt ist. Sie bekommen lediglich einen neuen Betreuer zugewiesen.

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